Politischer Besuch beim Bunten Kreis Münsterland e. V.

 Inklusion beginnt mit der Geburt. Familien mit kranken oder behinderten Kindern wollen ein ganz normales Leben führen. Mittendrin in der Gesellschaft. Doch es gibt viele Probleme.

Inklusion beginnt mit der Geburt. Familien mit kranken oder behinderten Kindern wollen ein ganz normales Leben führen. Mittendrin in der Gesellschaft. Doch es gibt viele Probleme.

Auf Einladung von Wilhelm Korth MdL, CDU in die Räumlichkeiten des Bunten Kreises Münsterland e. V. hat sich Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in NRW Zeit genommen, sich die Belange der Elterngruppe WIR (Familien mit Handicaps) anzuhören.

Rollstühle und Stimmengewirr von fünf Familien mit ihren Kindern und Jugendlichen füllen ebenso die Räumlichkeiten.

Ebenso waren Thomas Michels, Mitglied des Rates der Stadt Coesfeld, Hendrik Klöpper, Vorsitzender CDU Stadtverband Borken und Pascal Wirth, Mitarbeiter von Frau Middendorf waren der Einladung gerne gefolgt.

Es entstand eine rege Diskussion und die Beispiele der Familie schwirren durch den Raum und schaffen eine dichte Atmosphäre. Heidi Mensing, Geschäftsführerin des Bunten Kreises Münsterland e. V . moderiert die Runde und versucht den immensen Problemen Raum und Gehör zu verschaffen. Familien mit Behinderungen kämpfen oft am Rande ihrer Kräfte. Der Bürokratieaufwand sei so enorm, dass eine Vollzeitkraft dafür eingestellt werden könnte. Pflegegeld muss teilweise monatlich neu beantragt werden. Die zum Teil gängige Situation, sich für die Versorgung der Kinder notwendige, durch Fachärzte verordnete Hilfsmittel zu erkämpfen (z.B. einen größeren Rollstuhl, weil das Kind gewachsen ist), entbehrt jedem Verständnis. Sind Eltern in der Situation selbst zu erkranken, besteht nicht die Möglichkeit auf schnelle Unterstützung und Entlastung. Es ist oft ein Leben auf der Warteliste, oft greifen Entlastungsangebote erst nach Jahren.

Mangelnde Kurzzeitpflegeplätze und eine langwierige Beantragung von Haushaltshilfen sowie Rehabilitationsmaßnahmen führen zu einer Verschleppung des Gesundheitszustandes der Eltern, die Säule, die für die Betreuung der Kinder unverzichtbar ist. Heidi Mensing weiß aus der psychologischen Beratung vieler Eltern von den geschilderten Gesundheitsrisiken. 50 % der Eltern in der Beratung haben eigene gesundheitliche Probleme.

Familien mit Behinderungen plagen oft auch finanzielle Sorgen. Die Möglichkeit selbst zu arbeiten ist oft aufgrund der Schwere der Behinderung und der damit verbundenen Notfallsituationen nicht möglich, was wiederum auch die Thematik Altersarmut hinter sich herzieht. Eine Mutter aus Münster benennt, dass Kinder mit Behinderungen nicht den gleichen Anspruch auf Betreuung wie KiBiZ in Tagesstätten haben. Dies ist nur ein winziger Ausschnitt der Stolpersteine auf dem Weg zur Teilhabe und Inklusion. Äußerungen gegenüber Familien wie "Jetzt seien Sie mal zufrieden, dass sie überhaupt Hilfe kriegen“, lässt Eltern wie Familien zweiter Klasse zurück.

Die Betroffenheit ist unter den Gästen spürbar und Frau Middendorf äußert sich sehr dankbar über die Offenheit und die Vielzahl an Realitäten, die sie durch die Runde erfahren hat. Sie verspricht den Eltern, ihr Möglichstes zu tun, um Abhilfe zu schaffen und rät auch die kommunalen Behindertenbeauftragten mit ins Boot zu holen. Ebenso möchte sie künftig Eltern bei Gesetzesentwürfen besser informieren und involvieren. Den Wunsch der Eltern nach einer unabhängigen Beschwerdestelle nimmt sie mit.

Fazit der Veranstaltung zieht Heidi Mensing: Angehörige von Kindern mit Erkrankung und Behinderung müssen frühzeitiger entlastet werden. Es braucht eine breitere gesellschaftliche Akzeptanz hinsichtlich der Inklusion von Menschen mit Behinderung.

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