Gemeinsam stark für Familien in Not
Der Bunte Kreis Münsterland und das Ambulante Kinderhospiz Königskinder wollen ab sofort kooperieren. Die Zusammenarbeit besiegeln Winfried Limbrock (l., Bunter Kreis) und Hubertus Foyer (Königskinder). Foto: ude
"Wir haben festgestellt, dass wir die gleiche Klientel haben und unsere Angebote sich perfekt ergänzen", sagt Winfried Limbrock, Geschäftsführer des Bunten Kreises. "Wir können beide unsere Leistung
verbessern und dabei gleichzeitig Betriebskosten senken." Ausdrücklich stellt Foyer klar, dass der ambulante Hospizgedanke im Zusammenhang mit Kindern keineswegs auf die letzte Lebensphase oder
Sterbebegleitung ausgerichtet sei. "Unser Angebot richtet sich wie das des Bunten Kreises an Familien mit schwer erkrankten Kindern, deren Krankheit lebensbegrenzend ist." Ziel beider Organisationen
sei es, Familien in dieser Lebensphase Hilfe und Orientierung zu bieten.
Während der Bunte Kreis in der medizinischen und psychosozialen Nachsorge äußerst professionell aufgestellt ist, arbeitet Königskinder neben Kooperationspartnern mit ehrenamtlichen
Familienbegleitern. Der Vorteil: die sind auch dann noch im Einsatz, wenn die Kassen für die Leistung des Bunten Kreises nicht mehr zahlen. Limbrock: "Wir merken, dass die mit den Kassen vereinbarten
12 Wochen für die Nachsorge oft nicht ausreichen." Auch wenn eine Familie weniger hochprofessionelle als vielmehr konkrete praktische Unterstützung im Alltag benötige, kommen demnächst die
Königskinder ins Spiel.
Jeder Partner kann für den anderen Türöffner sein in dem Bemühen, Spendenquellen zu erschließen und Kooperationspartner zu finden. Ob bei so viel Gemeinsamkeiten langfristig eine Verschmelzung
denkbar ist, soll die Zukunft zeigen.