Gemeinsam stark für Familien in Not

Der Bunte Kreis Münsterland und das Ambulante Kinderhospiz Königskinder wollen ab sofort kooperieren. Die Zusammenarbeit besiegeln Winfried Limbrock (l., Bunter Kreis) und Hubertus Foyer (Königskinder). Foto: ude
Coesfeld. Stolz halten Winfried Limbrock und Hubertus Foyer die Flyer ihrer jeweiligen Organisation in die Kamera. Der Bunte Kreis Münsterland mit Hauptsitz in Coesfeld und das Ambulante Kinderhospiz Königskinder aus Münster sind jeder für sich ein starker Partner, wenn es um die Begleitung von Familien mit schwer kranken Kindern geht - und gemeinsam wollen sie künftig noch stärker sein. Ab sofort kooperieren sie, ohne freilich ihre Selbstständigkeit aufzugeben, das ist beiden Partnern wichtig. Eine besonders attraktive Eigenschaft der Königskinder: Sie verfügen über beachtliche Spendengelder. Von 900.000 Euro spricht Vorsitzender Foyer.


"Wir haben festgestellt, dass wir die gleiche Klientel haben und unsere Angebote sich perfekt ergänzen", sagt Winfried Limbrock, Geschäftsführer des Bunten Kreises. "Wir können beide unsere Leistung verbessern und dabei gleichzeitig Betriebskosten senken." Ausdrücklich stellt Foyer klar, dass der ambulante Hospizgedanke im Zusammenhang mit Kindern keineswegs auf die letzte Lebensphase oder Sterbebegleitung ausgerichtet sei. "Unser Angebot richtet sich wie das des Bunten Kreises an Familien mit schwer erkrankten Kindern, deren Krankheit lebensbegrenzend ist." Ziel beider Organisationen sei es, Familien in dieser Lebensphase Hilfe und Orientierung zu bieten.


Während der Bunte Kreis in der medizinischen und psychosozialen Nachsorge äußerst professionell aufgestellt ist, arbeitet Königskinder neben Kooperationspartnern mit ehrenamtlichen Familienbegleitern. Der Vorteil: die sind auch dann noch im Einsatz, wenn die Kassen für die Leistung des Bunten Kreises nicht mehr zahlen. Limbrock: "Wir merken, dass die mit den Kassen vereinbarten 12 Wochen für die Nachsorge oft nicht ausreichen." Auch wenn eine Familie weniger hochprofessionelle als vielmehr konkrete praktische Unterstützung im Alltag benötige, kommen demnächst die Königskinder ins Spiel.

Jeder Partner kann für den anderen Türöffner sein in dem Bemühen, Spendenquellen zu erschließen und Kooperationspartner zu finden. Ob bei so viel Gemeinsamkeiten langfristig eine Verschmelzung denkbar ist, soll die Zukunft zeigen.

 

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